Fälligkeit des Arbeitsentgeltes

Gesetzlich geregelt ist die Fälligkeit des Arbeitsentgeltes am letzten des Beschäftigungsmonats. Diese gesetzliche Regelung kann durch den Tarifvertrag oder den Arbeitsvertrag geändert werden. Der Tarifvertrag Landwirtschaft und Gartenbau legt fest, dass das Entgelt spätestens zum letzten Bankarbeitstag des Kalendermonats fällig wird, der dem Kalendermonat folgt, für den das Entgelt zu zahlen ist. Darüber hinaus gibt es keine Verlängerung. 

 Wenn ein Unternehmen diesen Fälligkeitstermin verpasst, hat der Arbeitnehmer einen gesetzlichen pauschalen Schadensersatzanspruch für jeden Verzug in Höhe von 40 €. Der Anspruch verjährt erst nach 4 Jahren.

Sicherlich wird kein Arbeitnehmer wegen den 40 € mit seinem Arbeitgeber während des Arbeitsverhältnisses Streit veranlassen. Aber im Fall einer Kündigung könnte er dann noch 4 Jahre zurück diesen pauschalen Schadensersatz verlangen, wenn später als im Folgemonat der Lohn gezahlt wurde.