Info zum Greening in Sachsen-Anhalt

Das Landwirtschaftsministerium S-A hat erste Erkenntnisse zur Antragsstellung 2015 bekannt gegeben. Nachfolgend wird der Anteil der einzelnen Greening-Maßnahmen an der ökologischen Vorrangfläche (ÖVF) ausgewiesen:

 

Greening-Maßnahme

ÖVF

Anteil an der ÖVF

Anteil an der anrechenbaren ÖVF

Anrechnungsfaktor

Zwischenfrucht

46.638 ha

47%

24%

0,30

Gründecke

957 ha

1%

0%

0,30

Streifenelement  

808 ha

1%

2%

1,50

Kurzumtriebsplantagen

102 ha

0%

0%

0,30

Stickstoffbinder

24.200 ha

24%

29%

0,70

Aufforstung

59 ha

0%

0%

1,00

Brache

26.056 ha

26%

44%

1,00

98.820 ha

 

Insgesamt wurden fast 100 Tha Fläche für Greeningmaßnahmen genutzt. Fast die Hälfte der Greening-Auflage wurde durch Flächenbrache erfüllt (44%) - ein Viertel wird durch Zwischenfruchtanbau im Herbst 2015 und etwas mehr als ¼ durch den Anbau von Leguminosen erfüllt. Gründecke, Streifenelemente , Kurzumtriebsplantagen und Aufforstung haben bei den Landwirten praktisch kaum eine Rolle gespielt.

Für ca. 51.000 ha wurde Förderung im Öko-Landbau beantragt.

Ab dem 14.07.2015 ist die Nutzung von ÖVF-Brachen als Weide ausschließlich für das Kalenderjahr 2015 zugelassen (Futterknappheit).

Ab 1.Oktober sollen die Ämter den Zwischenfruchtbau kontrollieren. Zwischenfrüchte waren als Mischung zu drillen. Geht diese nicht oder nur teilweise auf, muss der Landwirt Beweis führen. Beweismittel sind: eine Rückstellprobe der Saatgutmischung und rechtzeitige Anzeige bei Aufgangsverlusten wegen widriger Witterung (15 Arbeitstage= 3 Wochen). Wird keine Zwischenfrucht vorgefunden und sinkt dadurch die Greeningfläche unter die 5% geht die Greeningprämie im Ganzen (85 €/ha) verloren. Der Schaden ist zu groß um hier darauf zu hoffen, nicht erwischt zu werden.