Zahlungsverzug

288 BGB[1] regelt, dass Zahlungsverzug pauschal mit 40 € vom Gläubiger geahndet werden können.

Auch der Lohnempfänger ist ein Gläubiger. Zahlt man den Lohn zu spät, kann der Arbeitnehmer die 40-€-Ahndung des Zahlungsverzuges fordern. Diese Forderung hat eine 3-jährige Verjährung.

Gut behandelte Arbeitnehmer werden diese 40 € nicht fordern, wenn der Lohn einmal zu spät gezahlt wurde. Jedoch wird aus dem gekündigten Arbeitnehmer schnell ein „schlecht behandelter“ der dann 3 Jahre zurückliegend noch die 40 €/Monat versucht herauszuschlagen.

Wann sollte der Lohn gezahlt werden. Wenn nichts geregelt ist: am letzten Tag im Monat. Es kann aber im Arbeitsvertrag auch ein späterer Termin vereinbart werden - oder der Tarifvertrag legt einen Termin fest.

 

[1]  BGB § 288 Verzugszinsen und sonstiger Verzugsschaden

(5) Der Gläubiger einer Entgeltforderung hat bei Verzug des Schuldners, wenn dieser kein Verbraucher ist, außerdem einen Anspruch auf Zahlung einer Pauschale in Höhe von 40 Euro. Dies gilt auch, wenn es sich bei der Entgeltforderung um eine Abschlagszahlung oder sonstige Ratenzahlung handelt. …