Streuobstwiesen

Streuobstwiesen könnten eine strengere gesetzliche Naturschutzstellung erhalten. Um dieser Gefahr vorzubeugen haben fränkische Bauern die Bäume auf den Streuobstwiesen kurzerhand gefällt. Das gab einen riesigen Aufschrei. Jetzt geraten diese Landwirte als Exempel in das Fadenkreuz der Umweltschutzbehörden, denn:

Streuobstbestand besitzt einen großen Artenreichtum. Es ist verboten, wild lebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu verletzen, zu töten, ihre Entwicklungsformen aus der Natur zu entnehmen, diese zu beschädigen oder zu zerstören. Außerdem ist es verboten, wild lebende Tiere und europäische Vogelarten während der Fortpflanzungs-, Aufzucht- oder Mauserzeiten erheblich zu stören. Fortpflanzungs- oder Ruhestätten von wild lebenden Tieren dürfen ebenfalls nicht aus der Natur entnommen, beschädigt oder zerstört werden.

Mit dem Fällen der Obstbäume werden aber nach Ansicht der Naturschutzbehörden genau diese Verbote verletzt. Die Folge sind erhebliche Geldstrafen und gezwungene Ersatzmaßnahmen für diese Landwirte.