Düngegesetz und zur Düngerverordnung 2017

  • N-Düngung ist auf Ackerland ab Ernte der Hauptfrucht bis zum 31. Januar (Grünland 1. November bis 31. Januar) verboten. Ausnahme: bis zum 1. Oktober darf zu Zwischenfrüchten, Winterraps, Feldfutter und Wintergerste nach Getreide maximal 60 kg Gesamt-N/ha gedüngt werden.
  • Der Düngebedarf ist für jeden Schlag vor dem Aufbringen zu ermitteln und aufzuzeichnen. Vorher darf keine Düngung erfolgen. Wer im Sommer bzw. Herbst 2017 düngen will, muss jetzt schon den Düngebedarf vor der Düngung ermitteln.
  • Der N-Kontrollwert (= max. Bilanzüberschuss im Betriebsmittel) beträgt 50 kg N/ha+Jahr der P-Kontrollwert 4 kgP/ha (=10 kg P2O5/ha), gültig ab 2018
  • Wer die Kontrollwerte überschreitet, muss zur Beratung. Im Wiederholungsjahr ist es eine Ordnungswidrigkeit. Dann muss der Betrieb unaufgefordert seine Düngebedarfsermittlungen und den Nährstoffvergleich vorlegen. Die Kontrollen führen die Landkreise durch.
  • Obergrenze für organische und organisch mineralische Düngemittel einschließlich Gärresten beträgt 170 kg N/ha; Deutschland könnte noch eine Ausnahmegenehmigung beantragen.
  • Das P-Aufdüngen einzelner unterversorgter Flächen geht nur im Rahmen des P-Kontrollwertes für den ganzen Betrieb, wird aber nur noch bei Versorgungsklasse A empfohlen.