Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft

Ein Finanzgericht entschied jüngst (FG BW, 6 K 2005/11 vom 12.04.2016), dass es sich bei Werbekalendern um ein Geschenk handele, weil die Abgabe an die Kunden unentgeltlich erfolgt. Die Geschenke dürften den Gewinn nicht mindern. Dazu gibt es eine Ausnahme: Die Aufwendungen für Geschenke sind nur steuerlich abzugsfähig, wenn die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der dem Empfänger im Wirtschaftsjahr zugewendeten Geschenke insgesamt 35 Euro nicht übersteigen. Voraussetzung dafür ist aber noch, dass diese Aufwendungen einzeln und getrennt von den sonstigen Betriebsausgaben aufgezeichnet werden. Diese besonderen Aufzeichnungspflichten gelten auch für Werbege­schenke, die selbst Werbeträger sind. Diese Aufwendungen müssen auf einem besonderen Konto innerhalb der kaufmännischen Buchführung verbucht werden. Beispielsweise Konto „Geschenke Weihnachten“ mit den Buchungen 7 Fl. Wein, 3 Osterhasen, 5 Weihnachtsmänner, …