Düngeverordnung

Die EU-Kommission hatte Deutschland wegen zu hoher Nitratwerte im Grundwasser verklagt und 2018 beim EuGH Recht bekommen. Die erst 2017 in der Düngeverordnung geänderten Vorgaben müssen nun verschärft werden, sonst drohen Strafzahlungen der Bundesrepublik Deutschland an die EU. Die Novelle der Düngeverordnung reicht nicht aus, die Nitratbelastung im Grundwasser zu senken. Deshalb müssen einige Vorgaben wie zum Beispiel für die Ausbringung von Gülle erneut nachgeschärft werden. Bis September musste die Bundesregierung der EU neue Vorschläge einreichen.

Die nun zwischen dem Bundeslandwirtschaftsministerium und dem Bundesumweltministerium abgestimmten Vorschläge sehen unter anderem vor:

  • Statt N- Nährstoffvergleich nun Aufzeichnungspflichten über die tatsächlich aufgebrachten Düngermengen
  • Verlängerung der Sperrfristen für das Aufbringen von Düngemitteln in den besonders belasteten Gebieten auf Grünland und für das Aufbringen von Festmist von Huf- und Klauentieren und Komposte
  • Neue besondere Vorgaben für das Ausbringen von Düngemitteln für Hangflächen bereits ab 5% Neigung.