Tierschutzverletzung führt zur Gefängnisstrafe

Das Amtsgericht Ulm verurteilt einen 56-jährigen Schweinehalter aus Merklingen zu drei Jahren Haft. Er ist damit der erste Landwirt, der für die Zustände in seinen Ställen mit Freiheitsentzug bestraft wurde. Die Missstände kamen ans Licht, nachdem Tierschützer in den Stall eingebrochen waren, heimlich im Stall filmten und den Film veröffentlichten. Das Gericht wertete die Filmaufnahmen als Beweise. Ein besonderes Gewicht bekommt der Fall, weil der Betrieb des Angeklagten das Tierwohl-Label und das Herkunftszeichen Baden-Württemberg trug. Ein Amtsveterinär, der mit der Kontrolle beauftragt war, wurde zunächst ebenfalls angeklagt, im vergangenen Jahr jedoch freigesprochen.