Landwirtschaft und Krebsgefahr

Verarbeitetes Fleisch ist nach einer Untersuchung der Internationalen Krebsforschungsagentur (IARC, UN-Behörde) krebserzeugend. Die Behörde der Weltgesundheitsorganisation stuft Fleischwaren in die gefährlichste Gruppe 1 „karzinogen für Menschen“ ein. Der regelmäßige Konsum erhöhe das Risiko für Darmkrebs, Prostata- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Statistisch festgestellt ist, dass ein um 50 g täglich gesteigerter Konsum von verarbeitetem Fleisch wie Kassler, Wurst oder geräuchertem Schinken, das Dickdarmkrebsrisiko um 18 Prozent steigert.

Die IARC gab am 29.7.2015 bekannt, dass sie nach „systematischer Überprüfung und Bewertung der wissenschaftlichen Belege“ das Pflanzenschutzmittel Glyphosat in die Gruppe 2A einstuft – „kann wahrscheinlich Krebs erzeugen“. Die gleiche Einstufung hat Kaffee.

Während „Umweltaktivisten“ und „Grüne Politiker“ das Pflanzenschutzmittel  Glyphosat verbieten wollen, gibt es zu einem Umgang mit dem übermäßigen Fleischgenuss aus dieser Richtung keine Meldung.

Tabak zum Rauchen fällt wie verarbeitetes Fleisch auch in Kategorie 1 der krebserregenden Stoffe. Aber: Die Zahl der Menschen, die jährlich an durch Rauchen verursachten Lungenkrebs sterben, beziffert die IARC auf rund 1 Million. Dagegen kommen etwa 34.000 Menschen durch einen Krebs ums Leben, der auf den Konsum von verarbeitetem Fleisch zurückzuführen ist. Es sind keine krebsverursachten Todesfälle statistisch erfasst, deren Ursprung im Glyphosat liegt.

Mit Nachricht vom 12.11.2015 bescheinigen Gutachter der Europäischen Lebensmittel-behörde (EFSA) Glyphosat die Unbedenklichkeit. Das Pflanzenschutzmittel kann also wieder zugelassen werden.