Neue Besteuerung für Landwirte vorgesehen

Die Bundesregierung hat über die „Gewinnglättung“ entschieden. In Zukunft soll bei land- und forstwirtschaftlichen Betrieben der mittlere Gewinn von drei Jahren Grundlage der Besteuerung sein. Dadurch sollen sich gute und schlechte Jahre ausgleichen und die nachteilige Wirkung der Progression werde bei schwankenden Gewinnen abgemildert.

Ob dieses Gesetz in der Praxis gebraucht wird kann man bezweifeln. Auch mit der bisherigen Besteuerung der landwirtschaftlichen Einzelunternehmen und Personengesellschaften werden jährlich die jeweils halben Ergebnisse des Vorjahres und des laufenden Jahres als Besteuerungsgrundlage zusammengerechnet. Das ist schon eine praktische und einfach handhabbare Glättung. Nun soll es komplizierter werden, in dem eine fiktive tarifliche Einkommensteuer zu berechnen ist. Nach drei Veranlagungsjahren wird berechnet, wie hoch die Einkommensteuer gewesen wäre, wenn in den drei Jahren jeweils das mittlere landwirtschaftliche Betriebsergebnis von diesen drei Jahren versteuert worden wäre. Ist diese fiktive Steuer kleiner als die tatsächliche Steuer, mindert sich die Steuer im dritten Jahr um den Differenzbetrag. Wenn sie höher ist, erhöht sich die Steuer um den Differenzbetrag.