Allgemeine steuerliche Hinweise

Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung

Am 7. Juli 2017 hat der Bundesrat dem Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung zugestimmt. Es tritt mit Wirkung zum 1. Januar 2018 in Kraft!

Ein wichtiger Inhaltspunkt ist, dass Arbeitgeber zukünftig durch einen Tarifvertrag verpflichtet werden können, Vereinbarungen über eine betriebliche Altersversorgung zugunsten ihrer Arbeitnehmer anzubieten. Dies ist grundsätzlich nichts Neues, da bisher bereits die Möglichkeit der Finanzierung von Altersvorsorgebeiträgen durch Arbeitslohnverzicht (sog. Entgeltumwandlung) bestand. Durch das Gesetz zur Stärkung der betrieblichen Altersversorgung kann aber zukünftig durch einen Tarifvertrag eine automatische Entgelt-Umwandlung festgelegt werden. Dabei gilt das Angebot des Arbeitgebers auf Umwandlung von Arbeitslohn regelmäßig von all den Arbeitnehmern als angenommen, die dem nicht widersprechen.

Nicht tarifgebundene Arbeitgeber und Beschäftigte können vereinbaren, dass einschlägige Tarifverträge insoweit auch für sie gelten sollen. Eine gesetzliche Verpflichtung des Arbeitgebers, eine Tarifrente anzubieten, gibt es zumindest gegenwärtig nicht.

Sollten Sie von Ihren Verbänden dazu Informationen erhalten bzw. sollten für Sie geltende Tarifverträge ab dem 1. Januar 2018 neu gefasst werden, empfehlen wir Ihnen, Ihr Lohnbüro / Ihren Steuerberater zu informieren.

Antrag auf Verlustbescheinigung

Entstandene Verluste aus Kapitalanlagen bei Banken werden regelmäßig von diesen in Folgejahre übertragen und mit Gewinnen aus Kapitalanlagen verrechnet. In Einzelfällen kann es vorteilhaft sein, die entstandenen Verluste in der Jahressteuererklärung anzugeben und hiermit andere verrechenbare Gewinne auszugleichen. Zur Berücksichtigung der entstandenen Verluste aus Kapitalanlagen bei Banken ist eine Verlustbescheinigung der Bank notwendig. Diese kann nur bis zum 15. Dezember für das aktuelle Kalenderjahr bei der Bank beantragt werden. Sofern Verluste aus Kapitalanlagen bei Banken erzielt wurden, empfehlen wir Ihnen, sich rechtzeitig vor dem 15. Dezember mit Ihrem Steuerberater in Verbindung zu setzen, um die Verrechenbarkeit mit anderen Gewinnen und den finanziellen Vorteil der Verlustverrechnung zu beurteilen.